Schlaasss
– Slaasssch
2015 | Rap, Elektro Punk
Digital / CD / Vinyl
| Atypeek Music
1. Zéro
2. Selfie
3. La
Bagarre
4. Salope
5. Crève
6. Interlude Tapin
7.
Pin Pon
8. La Love
9. Paris Satan
10. Kilimandjaro
11.
Interlude Minouche
12. I Want To Be With You
13. Onani
14.
Interlude Tigidiyayé
15. Hippie
16. Miaou
17. Anvers
Das französische Trio
SCHLAASSS existiert seit 2012 und veröffentlichte kürzlich mit
„Slaasssch“ sein zweites Album. Die Drei machen eine wilde
Mischung aus französischsprachigen Rap und Electropunk. Dies ist
nicht gerade mein Spezialgebiet aber dennoch geht von den
abgefahrenen Franzosen ein gewisser Reiz aus.
Denn das was SCHLAASSS
machen ist mehr als einfach nur Musik. Es wird einerseits viel
gerappt, es wechseln sich dabei eine Frau und ein Mann permanent ab
und es gibt vielfältige Beats, die das unbeschreiblich breite
Spektrum der elektronischen Musik abdecken. Doch dabei belassen es
SCHLAASSS nicht. Vielmehr ist das Trio eine künstlerische Truppe mit
einer Vorliebe fürs Obskure. Die Liveauftritte sind schrill und
bunt, teils auch anzüglich und provokativ, doch mit viel Liebe zum
Detail. Die Musik ist einerseits überaus tanzbar, andererseits aber
auch sehr fordernd, da abwechslungsreich und sehr lebendig. Mir
gefällt die anarchische Vermischung von Electropunk und Rap, was
mich immer wieder an ein wenig an Cybergrind erinnert, den ich
wesentlich besser kenne als das was SCHLAASSS machen.
Da die Texte ausschließlich
auf Französisch sind, weiß ich leider nicht genau worum es geht,
wobei es definitiv nicht immer ernste Themen sind, oder wie
ausgeprägt Sprachwitz, Wortgewalt und Reime sind. Kreativ scheinen
SCHLAASSS aber allemal zu sein, darauf deuten die vielen visuellen
Aspekte hin. Die CD wird etwa in einer dicken bedruckten Papiertüte,
wie man sie vom halben Brathähnchen kennt, verkauft. Das Vinyl
hingegen wohnt hingegen in einem bedruckten Pizzakarton.
Wer ausgefallene Tonträger
und/oder elektronische Musik schätzt und sammelt, der sollte sich
SCHLAASSS mal genauer (Youtube) ansehen und anhören. Die Beats und
Harmonien gefallen mir, zumal das Ganze auch etwas eigensinnig und
obskur ist, obgleich das Album auch sehr sprunghaft und anstrengend
sein kann.
